Feuerfest- und Stahlbranche bündeln Kräfte: FGF erarbeitet Reviewpaper zu Antioxidantien Pilotprojekt schafft wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage für nachhaltigere Feuerfestmaterialien. Unternehmen können sich bis 15. Mai 2026 beteiligen

Höhr-Grenzhausen, 22. April 2026

Unser Ziel ist es, der Branche eine objektive Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben“, erklärt Dr. Kerstin Hauke, Leiterin Business Development bei der FGF. „Bisher fehlt eine systematische Aufarbeitung der Studienlage. Mit diesem Review schaffen wir Klarheit und tragen gleichzeitig dazu bei, die Recyclingquoten von Feuerfestmaterialien zu steigern.“

Antioxidantien in Feuerfestprodukten: Ein Zielkonflikt zwischen Haltbarkeit und Kreislaufwirtschaft – lohnt sich der Einsatz angesichts der Recycling-Nachteile? Diese Frage bewegt Hersteller, Stahlproduzenten und Recycler gleichermaßen. Die Forschungsgemeinschaft Feuerfest e.V. (FGF) startet nun ein branchenweites Pilotprojekt, um eine fundierte Antwort zu liefern: Ein Reviewpaper, das den aktuellen Stand der Wissenschaft und Praxis zu Antioxidantien aufbereitet.

Unser Ziel ist es, der Branche eine objektive Entscheidungsgrundlage an die Hand zu geben“, erklärt Dr. Kerstin Hauke, Leiterin Business Development bei der FGF. „Bisher fehlt eine systematische Aufarbeitung der Studienlage. Mit diesem Review schaffen wir Klarheit und tragen gleichzeitig dazu bei, die Recyclingquoten von Feuerfestmaterialien zu steigern.“

Antioxidantien erschweren nachweislich die Wiederverwertung von Feuerfestprodukten, in welchem Maße und in welcher Anwendung sie die Haltbarkeit von Feuerfestprodukten erhöhen ist umstritten. Während die Kreislaufwirtschaft in der Industrie an Bedeutung gewinnt, fehlt es an belastbaren Daten, wann der Einsatz dieser Zusätze wirklich notwendig ist. „Viele Unternehmen stehen vor einem Dilemma“, so Hauke, „Einerseits wollen sie nachhaltiger produzieren, andererseits dürfen sie die Performance ihrer Produkte nicht gefährden. Hier setzt unser Review an.“

Das Projekt wurde erstmals beim Branchendialog „Steel meets Refractory“ vorgestellt und stieß auf großes Interesse. Nun geht es in die Umsetzungsphase. Die Unternehmen können sich bis zum 15. Mai 2026 beteiligen.

Das Reviewpaper umfasst einen Kurzüberblick für EntscheidungsträgerInnen, eine Pro/Contra-Analyse und soll mit (anonymisierten) Case Studies aus der Praxis ergänzt werden.

Die FGF übernimmt die Durchführung, während sich die Kosten von 30.000 € (netto) auf alle Teilnehmer verteilen – ab 1.200 € pro Unternehmen (bei 25 Teilnehmern). „Das ist ein Bruchteil dessen, was eigene Forschung kosten würde“, betont Dr. Annika Mertke. „Gleichzeitig profitieren alle von einer neutralen, wissenschaftlich fundierten Aufarbeitung.“, ergänzt Gastgeber Dr. Andus Buhr. Beide kuratieren den Branchendialog und haben in der Zusammenfassung der Ergebnisse diesen Fokus auf das Reviewpaper festgelegt.

Dieses Projekt ist ein Zeichen für die Innovationskraft unserer Branche“, sagt Dr. Kerstin Hauke. „Indem Feuerfest- und Stahlunternehmen hier zusammenarbeiten, zeigen sie, dass sie gemeinsame Herausforderungen auch gemeinsam lösen können – zum Wohl der gesamten Wertschöpfungskette.“

So können sich Unternehmen beteiligen

Interessierte Unternehmen senden bis zum 15. Mai 2026 eine verbindliche Absichtserklärung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. (die Absichtserklärung und weitere Informationen finden Sie auf der Website Forschungsgemeinschaft Feuerfest e.V.. Die FGF stellt anschließend einen Rahmenvertrag bereit; die Bereitstellung des Reviews ist für September 2026 geplant – rechtzeitig zum nächsten Branchendialog Steel meets Refractory in Aachen.

Feuerfest- und Stahlbranche bündeln Kräfte: FGF erarbeitet Reviewpaper zu Antioxidantien


Kontakt für Medien:

Dr. Kerstin Hauke
Forschungsgemeinschaft Feuerfest e. V.
Rheinstraße 58 in 56203 Höhr-Grenzhausen
T: +49 2624 9433-179 | E: hauke@fg-feuerfest.de

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